Brücke am Kwai: Von Bangkok mit dem Zug nach Kanchanaburi (mit Video)

Blick auf die Brücke am Kwai vom Ufer aus. Im Hintergrund Sonnenuntergang, der sich auf der Wasseroberfläche spiegelt.

Warum nach Kanchanaburi reisen?

Die von der thailändischen „Southern Line“ abzweigende Zugstrecke von Bangkok nach Kanchanaburi ist Teil der historischen Todeseisenbahn (Death Railway), oder auch Thailand-Burma-Eisenbahn, welche ihren Namen den unmenschlichen Bedingungen verdankt, unter denen sie während des Zweiten Weltkriegs durch die Kaiserliche Japanische Armee – bzw. durch deren Kriegsgefangenen – errichtet wurde. Die Strecke – und noch viel mehr der Ort Kanchanaburi – erlangten auch im Westen Bekanntheit durch den 1957 veröffentlichten Kriegsfilm „Die Brücke am Kwai“.

Brücke am Kwai vom Ufer aus. Ein Zug fährt über die Brücke.
Teil der Todeseisenbahn: die Brücke am Kwai.


Die namensgebende Brücke führt in Kanchanaburi über den Fluss Mae Nam Khwae Yai, oder eben Kwai, und ist ein wichtiger Touristenmagnet in der Region. Entsprechend hat sich die kleine Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel für Backpacker, Eisenbahnfans und Geschichtsinteressierte entwickelt.
Zwar kommt die heutige Stahlkonstruktion gar nicht in dem berühmten Film vor, und der Streifen wurde tatsächlich in Sri Lanka gedreht. Dennoch kannst du hier die Geschichte der Todeseisenbahn hautnah erleben und eine ganz besondere Zugreise unternehmen.

Züge von Bangkok nach Kanchanaburi

Von Bangkok aus fahren täglich zwei Züge auf der Strecke. Die Zugfahrt nach Kanchanaburi – und von dort aus weiter zur Endstation Nam Tok – ist vielleicht das Highlight aller Zugreisen in Thailand. Und für alle, die in Thailand mehr als Strand und Meer erleben möchten, ist die Region auch wegen der beeindruckenden Landschaft unbedingt eine Reise wert.

Zug-Nr.Bangkok – ThonburiKanchanaburi
(Hauptbahnhof)
Brücke am Kwai
(Kanchanaburi)
Nam Tok
25707:5010:2510:3512:35
25913:5516:2416:3518:30
Hinfahrt ab Bangkok

Die Züge legen die Strecke nach Plan in etwa 2:35 h zurück. Die tatsächliche Fahrzeit kann jedoch etwas länger sein. Daher lieber mit etwa 3 Stunden rechnen.
Beide Zügen fahren mit Waggons der 3. Klasse, mit Deckenventilatoren und zu öffnenden Fenstern. Du sitzt hier auf gepolsterten Sitzen, die in aufrechter Position befestigt sind. Nicht allzu viel Komfort, aber dafür frischer tropischer Wind und spannende Ausblicke.

Zug-Nr.Nam TokBrücke am Kwai
(Kanchanaburi)
Kanachanaburi
(Hauptbahnhof)
Bangkok
2605:207:1207:1910:25
25812:5014:3814:4817:40
Rückfahrt ab Nam Tok.

Die Anreise mit dem Zug nach Kanchanaburi hat den kleinen Nachteil, dass die reguläre Strecke in Bangkok von einem kleinen Bahnhof bedient wird, der nicht an den schnellen Nahverkehr mit der Metro (MRT) und dem Skytrain (BTS) angebunden ist.

Der Bahnhof Thonburi befindet sich im Stadtteil Bangkok Noi auf der Westseite des Chao Phraya-Flusses, also etwas abseits des touristischen Stadtzentrums. Mit ein wenig Planung ist das aber kein Problem.

@denizdienoti

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Wie komme ich zum Bahnhof Thonburi?

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, zum Bahnhof Thonburi zu gelangen. Die Anfahrt mit dem Bus würde ich hier auch mangels Erfahrung nicht empfehlen. Ansonsten stehen Taxi und Expressboot als Optionen zur Verfügung.

  • Taxi: In Bangkok kannst du grundsätzlich gut und günstig mit dem Taxi von A nach B kommen. Auch nach Thonburi. Etwa von der Khao San Road sollte der Trip weniger als 30 Minuten dauern und nicht mehr als 5 € kosten. Der Preis hängt unter anderem auch davon ab, ob der Fahrer das Taxameter einschaltet oder auf einen Festpreis besteht. Taxis solltest du am besten abseits großer Sehenswürdigkeiten und Bahnhöfe besteigen, um nicht abgezockt zu werden.
Rechts das Expressboot von außen. Links das Pier der Haltestelle Thon Buri, mit angebrachten Autoreifen zum Andocken. 
8 Leute warten auf das Boot.
Im Expressboot zum Bahnhof Thonburi
  • Expressboot: Die deutlich spannendere Variante ist die Anfahrt mit dem Expressboot über den Chao Prahya. Es gibt entlang des Flusses am Ostufer mehrere Haltestellen. Im Stadtzentrum etwa der Sathorn Pier (CEN), nahe der Khao San Road der Phra Arthit Pier (N13), oder in China Town der Ratchawong Pier (N5). Hier empfehle ich, dass du dir für die Fahrt ca. 30 Minuten einplanst.
    Stand Januar 2020: bei meiner letzten Reise wurde Thonburi nur von einer der fünf Expressboot-Linien angefahren: der No Flag-Linie (ohne Flagge). Diese Linie ist aktuell (Oktober 2022) jedoch vorübergehend außer Betrieb.
    Stand Oktober 2022: gemäß der offiziellen Website wird Thonburi Railway (N11) aktuell von der grünen, gelben und orangen Linie angefahren.
    Der Fahrpreis beträgt je nach Entfernung 16 oder 21 Baht, d.h. in jedem Fall weniger als 60 Cent. Das Ticket kaufst du auf dem Boot bei einer Kondukteur:in, die auf zugestiegene Passagiere zukommt.

Einen aktuellen Fahrplan findest du ebenfalls auf der offiziellen Website. Die Frequenz der Boote ist aber sehr hoch. Gerade wenn mehrere Linien das Ziel anfahren, sind die Wartezeiten selten länger als 10 Minuten. Ich persönlich empfehle, das Pier 1,5 Stunden vor Abfahrt des Zugs in Thonburi aufzusuchen und das nächste heraneilende Expressboot zu nehmen.  

Alte, restaurierte Dampflok am Pier von Thon Buri, seitlich fotografiert.
Eine alte Lok kündigt in der Nähe des Bootsanlegers Thon Buri den Bahnhof an.

Am Bahnhof Thonburi – Proviant und Zugticket nach Kanchanaburi

Am Pier „Thonburi Railway Station“ angekommen, ist es noch ca. 1 km zu Fuß, bis du den Bahnhof Thonburi erreichst. Der Weg führt eigentlich nur stur westwärts geradeaus. Der Bahnhof ist kaum zu verfehlen. In der Nähe kommst du an einem großen Markt vorbei, wo es Frisches für unterwegs zu kaufen gibt. Aber Vorsicht: den Bahnhof nicht mit der alten Thonburi Railway Station verwechseln! Letztere heißt heute Bangkok Noi Railway Station und ist lediglich ein Museum.

Ansonsten gibt es auch vor dem Bahnhof einen kleinen Imbiss, wo du für 70-100 Baht (ca. 1,90 – 2,70 €) Reis- und Nudelgerichte für unterwegs bekommst. Aber auch im Zug werden zahlreiche Verkäufer:innen für ihre frischen Speisen, Snacks und Getränke zu günstigen Preisen werben. Verhungern oder verdursten muss in thailändischen Zügen niemand.

Blick aus Zugfenster am Bahnhof Thonburi. Mehere Sitzbänke zwischen Säulen. Im Hintergrund der Ticketschalter.
In der Früh am Bahnhof Thonburi.

Das Zugticket kannst du direkt vor Abfahrt am Schalter kaufen. Meines Wissens gibt es aktuell keine Möglichkeit, das Ticket nach Kanchanaburi online zu buchen. Ohnehin ist der Andrang überschaubar, und du kannst getrost damit rechnen – zumindest am frühen Morgen – ein Ticket und einen Sitzplatz im Zug zu bekommen. Auch ist es morgens ganz ohne Hektik zu schaffen, sich mit einem der ersten Expressboote – ab ca. 6:30 auf den Weg zu machen und sich dann ganz entspannt mit Ticket, Essen und Getränken einzudecken.

Der Ticketpreis beträgt 100 Baht (ca. 2,70 €), unabhängig vom Zielbahnhof. Dennoch wird dieser auf das Ticket gedruckt.

Zugticket der Todeseisenbahn aus Papier mit gelöcherten Rändern. Grüne Aufschrift in Thai und englisch. Daten sind schwarz gedruckt.
Klassisches Zugticket Thonburi – Kanchanaburi. Datum: 13.02.2020

Am Bahnhof ist sonst nicht viel Unterhaltsames zu tun. Außer, die Morgensonne zu genießen und die rangierenden Züge zu beobachten. Das pragmatische Überqueren der Gleise durch Fußgänger:innen ist hier ein nicht-unüblicher Weg, zum Zug zu gelangen. Die Leute können die Geschwindigkeit und Bremswege der Loks gut einschätzen. Mein Zug hält aber direkt am ersten Gleis, neben dem Ticketschalter. Direkter Zustieg. Frühzeitig. Also genug Zeit, mir einen guten Fensterplatz zu suchen.

Gelbe Lokomotive am Bahnhof Thonburi. Eine Person läuft vor der Lok über die Gleise. Rechts stehen offene Waggons eines Regionalzugs.
Noch schnell über die Gleise.

Video: Im Zug von Bangkok nach Kanchanaburi

Im Zug nach Kanchanaburi – Reisebericht

Für den Zug nach Kanchanaburi werden keine Sitzplatz-Reservierungen ausgestellt. Diese braucht es auch nicht. Ich habe keine nennenswerte Konkurrenz, die mir einen schönen Fensterplatz streitig macht. Zudem kann ich mir die bevorzugte Seite aussuchen. In diesem frühen Zug ist es ausreichend leer, um auch hin und wieder die Seite zu wechseln – je nach landschaftlicher Attraktivität. Insgesamt scheint mir die linke Seite westwärts etwas mehr Aussicht zu bieten.
Allerdings kann man etwas Pech mit – sagen wir – der Qualität der Sitzbank haben. Ich nehme auf einer lockeren Bank Platz, die in einem Moment unvermittelt einstürzt. Nichts Gefährliches, und ich bekomme alles wieder installiert. Aber dann ist Stillsitzen angesagt. Bequem genug für die 3 Stunden Fahrzeit ist es.

Zu meiner großen Begeisterung lassen sich die Fenster auf Ellenbogenhöhe herunterschieben. Frischer Fahrtwind und beste Voraussetzungen für die Film- und Fotodokumentation der Fahrt.

Selfie von mir aus dem Zugfenster - gegen die Sonne. Ich trage eine weiße OP-Maske.
Ellenbogen raus und cool bleiben!

Die Fahrt führt zunächst durch suburbanes Gebiet, gefolgt von einigen kleineren Orten und Bahnhöfen, die vor allem einen kleinen Einblick in das weniger touristische Thailand geben – geschmückt mit Palmen und reichlich Bananenstauden. Und in die liebevoll gestaltete Königsverehrung. Die Bahnhöfe sind häufig kleine, flache Bungalows, manchmal mit kleinen Ladenzeilen. Manchmal stehen nur die uniformierten Mitarbeiter der Bahn am Bahnsteig und schwenken die Signalfahne. Meist steigen Verkäufer:innen mit ihrem Snack-Angebot zu oder wieder aus. Oft befindet sich am Bahnhof eine Art Altar mit großen Bildern des Königspaars.

Am Bahnsteig vor einem Bahnhofsgebäude. Links läuft eine Frau mit Snacks zum Verkauf über die Gleise. Rechts steht ein Bahnoffizier in Uniform und mit grüner Fahne.
Bahnpersonal und heraneilende Snack-Verkäuferin an einem kleinen Provinzbahnhof.

Die großen landschaftlichen Highlights auf der Strecke der Thailand-Burma-Eisenbahn warten weiter westlich. Bis dahin sind es die kleinen Dinge, wie eben Bahnhöfe, entgegenkommende Regionalzüge, oder auch Situationen: Hunde, die an den stehenden Zug heraneilen, offenbar wohl wissend, dass sich darin empathische Reisende in Geberlaune befinden. Das Konzept geht auf. Teilweise werden halbe bis ganze Portionen Reis aus dem Fenster geworfen. Der Tag hat sich für das Hunderudel gelohnt.

Aus dem Zugfenster auf einen sandigen Feldweg mit Baustelle fotografiert. Drei Hunde lassen sich von Passagieren füttern.
Hunde stauben den Proviant der Reisenden ab.

Die Fahrt wird auch landschaftlich zunehmend kurzweilig. Kurz vor Kanchanaburi, als die wiederkehrenden Ansammlungen großer Bananenstauden mir noch die ästhetisch prägendsten Eindrücke verschaffen, bekommt die grüne Kulisse Gesellschaft von einer erwachsenden Hügellandschaft im erweiterten Hintergrund. In Richtung der Grenze zu Myanmar gewinnt das Land an Höhe. Die Ausläufer des Tenasserim-Gebirges, jener Gebirgskette, die u.a. eine natürliche Grenze zwischen Thailand und Myanmar bildet, werden sichtbarer.

Aus dem Zugfenster: Auf Nachbarschiene kommt ein Zug mit gelber Lok entgegen.
Eisenbahnromantik auch dank entgegenkommender Slow Trains.

Das Gebirge war eine geografische Herausforderung bei der Errichtung der Zugstrecke in das damalige Burma. Und in diesem Zusammenhang auch ein Teil der Geschichte zu der rustikalen Namensgebung für die „Death Railway“ und den „Hellfire Pass“, welchen ich im nächsten Abschnitt dieser Reise besuchen werde. In diesem Moment bietet mir der Ausblick erstmal einen Vorgeschmack auf die Region Kanchanaburi. Am Bahnhof der gleichnamigen Provinzhauptstadt trifft der Zug nach genau 3 Stunden ein. Also quasi-pünktlich.

Zug steht am Bahnhof von Kanchanaburi. Vorne links ein Schaffner in blauer Uniform auf dem Bahnsteig.
Am Bahnsteig in Kanchanaburi.

Nach dem Ausstieg bin ich zunächst einen Moment lang etwas wehmütig, dass ich nicht noch weiterfahre. Denn der Zug steuert noch die Endstation Nam Tok an, mitsamt dem wirklich spannenden Abschnitt dieser historischen Strecke. Aber dieses Abenteuer wird ja noch folgen. Zunächst besuche ich die Brücke am Kwai. Vor dem kleinen Hauptbahnhof warten schon die Fahrer flinker Motorradtaxis auf aussteigende Tourist:innen. Ich nehme das Angebot an und lasse mich in weniger als 10 Minuten zu meinem Hostel im Touri-Viertel bringen.

Vorderseite vom Bahnhof Kanchanaburi. Stadtname auf weißem Schild in Thai und Englisch.
Die Flaggen mehrerer Nationen sind aufgestellt.
Hauptbahnhof von Kanchanaburi.

Die Brücke am Kwai in Kanchanaburi

In Kanchanaburi gibt es, wie man es aus anderen touristischen Orten in Thailand kennt, eine zumindest streckenweise für westliche Reisende und Backpacker hergerichtete Straße: die River Kwai Road (ถ. แม่น้ำแคว). Hier findest du jede Menge Hostels, Homestays, Bars, Restaurants, Massagesalons, etc.
Der Name lässt bereits erahnen, dass sich in Kanchanaburi alles irgendwie auf eine Sehenswürdigkeit fokussiert. Zwar gibt es auch sehenswerte Museen und Friedhöfe, die an den Zweiten Weltkrieg und den Bau der Death Railway erinnern.
Jedoch ist das große Highlight eindeutig die Brücke über die Kwai. Sie liegt allerdings etwas ab vom Schuss – von den Unterkünften in der River Kwai Road sind bis zu 30 Minuten Fußmarsch einzuplanen – oder eine kurze Fahrt im Tuk Tuk oder auf dem Motorbike.

Selfie von mir auf der Brücke am Kwai. Im Hintegrund der Fluss hinter den Brückenpfeilern. Meherer Tourestinnen auf den Schienen.
Selfie-Time. Viel Betrieb auf der Brücke am Kwai.

Bist du einmal an der Brücke angekommen, spürst du natürlich auch die touristische Natur dieses Ortes. Allerdings in einer charmanten Art und Weise, wie ich finde. Wann immer gerade kein Zugverkehr über die Brücke herrscht, ist sie von Menschen besiedelt, die über die Gleise lustwandeln und den Ausblick über das Flusspanorama genießen. Direkt vor der Brücke befindet sich die wenig scheinbare Station „River Kwai Bridge“, an der auch die Todeseisenbahn hält. Auch eine historische Dampflok ist hier ausgestellt.

Links Holzschild mit Aufschrift "River Kwai Bridge" in Thai und Englisch. Darauf die gelbe Königsfahne und die Fahne Thailands. 
Rechts die einspurigen Gleise, und daneben ein leerer Bürgersteig.
Haltestelle an der Brücke am Kwai.

Auf der anderen Seite der Brücke, direkt am Ufer befindet sich das „Prisoner of War Camp„, ein bizarr gestaltetes Vergnügungsareal mit Bars und Markt. Ausgeschmückt mit Elementen, die den Besucher:innen den Eindruck vermitteln sollen, sich inmitten eines militärischen Arbeitslagers zu amüsieren. Trifft vielleicht nicht den Geschmack aller. In jedem Fall hast du von diesem Ufer aus einen tollen Blick auf die Brücke – auch während der Zugüberfahrt. Hier herrscht dann auch weniger Gedrängel als auf der Brücke.

Restaurierte Dampflok der Todeseisenbahn in Kanchanaburi. Die Lok steht auf Schienen auf einer flachen Empore aus Beton.
Eine historische Dampflok an der Brücke am Kwai.

Insgesamt fährt die Todeseisenbahn 6-mal am Tag über die Brücke am Kwai: 3-mal in jede Richtung. Mir persönlich gefällt die vorabendliche Szene ganz besonders. Der letzte Zug am Tag fährt um 17:31 Richtung Bangkok, und überquert wenige Minuten vorher die Brücke. Im Hintergrund trägt die niedrig stehende Sonne zu einem tollen Panoramablick bei. Aber eigentlich ist es hier zu jeder Tageszeit schön. Ich persönlich habe mir mehrere Überfahrten am Tag gegönnt.  

Frontansicht der Lok der Todeseisenbahn auf der Brücke am Kwai. Fotografiert von links unten. Hinten rechts der Sonnenuntergang.
Das große Highlight: der Zug fährt über die Brücke am Kwai.

Du kannst dich stundenlang an der Brücke und in deren Umgebung aufhalten und dich inspirieren lassen. Speziell zum Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang bietet sich hier ein tolles Panorama über den River Kwai. Nicht nur für Fotograf:innen.
Noch Minuten bevor ein Zug auf die Brücke fährt, ist diese voll von begeisterten Besucher:innen. Dann kommt eine Lautsprecheransage, die den herannahenden Zug ankündigt. Die Menschen ziehen sich langsam in die Aussichtsbuchten am Brückenrand zurück und halten der Lok ihre Kameras entgegen.
Ein hautnahes Erlebnis.

Wann fahren die Züge über die Brücke am Kwai?

In Richtung BangkokIn Richtung Nam Tok
7:1206:15
14:4010:44
17:3116:33
Abfahrtszeiten der regulären Züge an der River Kwai Bridge

Der reguläre Zug fährt insgesamt zu 6 Zeiten am Tag über die Brücke am Kwai. Immer kurz vor bzw. nach Abfahrtszeit an der Station „River Kwai Bridge“. Ich empfehle, mindestens 30 Minuten vorher zur Brücke zu kommen, um einen der begehrten Aussichtspunkte auf der Brücke zu ergattern.


Reisetipps

2 Tage: Ich empfehle einen Aufenthalt von mindestens zwei Tagen in Kanchanaburi:

Am ersten Tag schaust du dich an der Brücke am Kwai um und besuchst zum Beispiel

Am zweiten Tag geht es mit dem Death Railway weiter nach Nam Tok, über das Wang Pho Viadukt. Oder du lässt dich von einem Fahrer zum Hellfire Pass und später nach Nam Tok bringen. Von hier aus fährst du mit der Todeseisenbahn zurück nach Kanchanaburi, bevor es am nächsten Tag zurück nach Bangkok geht.

Erawan-Wasserfälle: Von Kanchanaburi aus kannst du auch einen Ausflug in den Erawan Nationalpark unternehmen. Die berühmten Wasserfälle sind 68 km von Kanchanaburi entfernt, und du erreichst sie
1. in 1-1,5 Stunden mit dem Bus (ca. 50 Baht pro Strecke),
2. auf eigene Faust, mit einem gemieteten Roller, oder
3. bei einer individuellen Tour mit einem Fahrer. Im Hostel/Hotel wird man dir sicher Touren empfehlen, unter anderem in Kombination mit dem Hellfire Pass.

Samstags und sonntags fährt auch ein Touristenzug die Strecke der „Todeseisenbahn“ bis nach Nam Tok. Der Zug fährt in Bangkok vom Bahnhof Hua Lamphong los und soll auch über eine etwas komfortablere 2. Klasse verfügen. Die Tickets kannst du am Bahnhof kaufen – am besten einige Tagen zuvor. Der Preise für die 3. Klasse beträgt 120 Baht. Für ein Ticket der 2. Klasse bezahlst du 240 Baht.
Da diese Tour vor allem für thailändische Tourist:innen angeboten wird, gibt es keinen englischsprachigen Guide. Abfahrt in Bangkok Hua Lamphong ist 6:30, Rückankunft am selben Bahnhof ist 19:25.

Hinweis: Alle in diesem Artikel beschriebenen Reisen wurden privat finanziert. Ich erhalte keine finanziellen Zuwendungen von in diesem Artikel genannten Unternehmen oder anderen Organisationen.

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