Death Railway & Hellfire Pass: Mit der Bahn von Nam Tok nach Kanchanaburi (mit Video)

Todeseisenbahn fährt in Rechtskurve durch grüne Landschaft in der Provinz Kanchanaburi. Thailand-Fahne rechts unten im Bild.

Unter den thailändischen Zugstrecken sticht eine Abzweigung der Southern Line durch ihre bewegende Geschichte hervor: Die etwa 200 km lange Route der Thailand-Burma-Eisenbahn – oder „Todeseisenbahn“ („Death Railway“) – führt von Bangkok über Kanchanaburi und die „Brücke am Kwai“ nach Nam Tok – in die Nähe der Grenze zu Myanmar.

Zug der Todeseisenbahn fährt am Bahnhof in Nam Tok ein. Rechts weißes Schild mit Aufschrift "Nam Tok" in Thai-Schrift und lateinischen Buchstaben. Zwei Schienenpaare links neben dem Bahnsteig.
Heutiger Endpunkt der Thailand-Burma-Eisenbahn: Nam Tok

1. Hintergrund – Todeseisenbahn und Hellfire Pass

Die japanische Besatzungsmacht setze während des Zweiten Weltkriegs (1942 -1943) Pläne um, eine direkte Verbindung zwischen Thailand und dem damaligen Burma herzustellen, um den beschwerlichen Transportweg auf See zu vermeiden, und um die strategische Ausgangslage für weitere Expansionspläne in Richtung Indien zu verbessern.

Die 415 km lange Strecke führte damals vom thailändischen Khok Mo ins burmesische Thanbyuzayat. Dabei durchquerte sie das schwer passierbare Tenasserim Gebirgskette und den Drei-Pagoden-Pass. Die Errichtung der Bahnstrecke war durch die geografischen Gegebenheiten anspruchsvoll und stand in Verbindung zu einem der zahlreichen Kriegsverbrechen aus dieser Zeit.

Für den Bau der Brücken, Viadukte und Pässe wurden Kriegsgefangene aus den Reihen der Alliierten – darunter tausende australische, niederländische, amerikanische, britische und auch asiatische Arbeiter – rekrutiert und zur Arbeit unter unmenschlichen Bedingungen gezwungen.

Schienen in Steinbett führen durch Höllenfeuerpass. Rechts und links die massiven Felswände der Passage. Im Hintergrund mittig ragt ein Baum in die Höhe.
Produkt eines Kriegsverbrechens: Schienen der Todeseisenbahn im „Hellfire Pass„.

Mehr als 60000 Gefangene arbeiteten an der Konstruktion der Eisenbahnstrecke. Etwa 12.500 Menschen verloren ihr Leben und wurden in den Lagern, in denen sie starben, auch begraben oder eingeäschert.

Bereits kurz nach der japanischen Kapitulation und Kriegsende wurde begonnen, Großteile der Todeseisenbahn abzubauen. Im Jahr 1946 hatte die Verbindung zwischen Thailand und Myanmar schon keinen Bestand mehr. Seither hat sich Thailand-Burma-Eisenbahn in eine rein thailändische Touristenattraktion entwickelt.


Eine ambivalente Reise: Auf den Spuren der Geschichte von Krieg und Verbrechen – und zugleich ein romantisches Slow Travel-Erlebnis auf Schmalspur mit tiefem Blick in das Hinterland Thailands. Über einzigartige Brückenkonstruktionen, deren schaurige Stories den Reisenden doch auch Demut abverlangen und uns eindringlich unsere Privilegien vor Augen führen.

#legdeinohraufdieschienendergeschichte

Triebwagen der Thailand-Burma-Eisenbahn: Nahaufnahme von vorne. Gelbe Front des Triebwagens erfüllt die Bildmitte. Dahinter bunte Waggons des Zugs.
Triebwagen der Todeseisenbahn am Bahnhof von Nam Tok.

2. Video: Death Railway von Nam Tok nach Kanchanaburi

3. Auf der Todeseisenbahn von Nam Tok nach Kanchanaburi – Reisebericht

Meine letzte Reise vor der Corona-Pandemie führt mich im Februar 2020 nach Kanchanaburi, um eine der legendärsten Zugstrecken der Welt zu erleben. Zugegebenermaßen nicht ganz so legendär wie etwa die Transsibirische Eisenbahn, und auch eher aus der Kategorie Kurzstrecke. Doch es handelt sich aus meiner Sicht um einen positiven, konstruktiven Weg, einen wichtigen Teil der ostasiatischen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu erleben. Auf Schienen. Legendär ist vor allem die Brücke am Kwai in Kanchanburi, die die Geschichte des Streckenbaus im gleichnamigen Film erzählt.

Seitenansicht des Triebwagens der Death Railway am Bahnsteig in Nam Tok. Im Vordergrund einige Kübelpflanzen und ein flacher Zaun, der die Form der Brücke am Kwai hat.

Auf meiner Tour reise ich zunächst mit dem Zug von Bangkok nach Kanchanaburi (Bericht in einem anderen Artikel). Von dort nehme ich mir aus Zeitgründen einen Fahrer, der mich zunächst zum Hellfire Pass Memorial Museum und später zum Bahnhof Nam Tok fährt. Dem Endpunkt der Todeseisenbahn. Dabei ist ein gelegentlicher Blick auf die Uhr durchaus sinnvoll. Denn es fahren täglich nur drei Züge zwischen Nam Tok und Kanchanaburi – die zwei früheren davon fahren durch bis Bangkok.

Die letzte Gelegenheit, von Nam Tok nach Kanchanaburi zu kommen, ist demnach um 15:30 (Zug #486). Also, früh am Morgen los, um nicht in Hektik zu geraten und auch das Museum und den geschichtsträchtigen Wanderpfad auskosten zu können. Das Zugticket kaufe ich entspannt am Bahnhof von Nam Tok.

Es kostet 100 Baht (ca. 2,65 €) und ist auf der gesamten Strecke zwischen Nam Tok und Bangkok gültig. Es gibt keine Reservierung und bei der Platzwahl habe ich auch keine Wettbewerber. Der Zug ist (zunächst) praktisch leer und nur einige wenige Einheimische leisten mir Gesellschaft.

Innenansicht eines Waggons der Todeseisenbahn. Rechts und links Reihen von Holzbänken. An der Decke hängen einige Ventilatoren. Nur wenige Reisende sitzen im Zug.
Einfaches Interieur in der Todeseisenbahn.

Dies ändert sich jedoch schlagartig an der ersten Station – Wang Pho. Viele ausländische Touristen buchen geführte „Death Railway“ Touren inklusive Bustransfer. Auf diese Weise fährt man im Bus direkt zum berühmten Wang Pho Viadukt, welches im Jahr 1943 ebenfalls von Kriegsgefangenen gebaut wurde, und heute als Touristenattraktion direkt begehbar ist. Viele kursierende Fotos der Strecke stammen von hier. Nach der Besichtigung der Brücke fahren die Tourteilnehmer:innen eine Station mit der Eisenbahn – eben über jenes Viadukt – um dann wieder mit dem Bus auf schnellerem Wege nach Kanchanaburi gebracht zu werden.

Zug fährt in Rechtskurve auf Wang Pho Viadukt zu. Rechts verläuft der River Kwai. Reisende halten Köpfe und Kameras aus den Fenstern.
Viele Tourist:innen genießen den Ausblick zum Wang Pho Viadukt.

Tatsächlich erkenne ich später einige Leute, die kurzzeitig mit mir im Abteil saßen, an der Brücke am Kwai wieder, wie sie von Außen den einfahrenden Zug filmen. Eine effiziente Tour. Weniger effizient, und umso romantischer ist tatsächlich die Fahrt über das Viadukt. Schon rein landschaftlich ist es das große Highlight auf der Route, denn von hier habe ich einen tollen Blick über den Kwai-Fluss, der sich elegant durch die tropisch Hügellandschaft Kanchanaburis schlängelt.

Vom Wang Pho Viadukt aus: Der River Kwai schlängelt sich S-förmig durch die trockene Hügellandschaft von Kanchanburi. Am anderen Ufer stehen Palmen und andere Bäume.
Der Kwai am Wang Pho Viadukt.

Während der restlichen Fahrt entspannt sich die Situation etwas – rein neutral betrachtet. Die große Sehenswürdigkeit liegt hinter uns. Das Zugabteil ist wieder etwas leerer. Die Landschaft bietet weiterhin Bananenstauden, Palmen und Feldwirtschaft vor – im Februar trockener – hügeliger Kulisse. Einfach eine schöne Zugfahrt bei voll geöffnetem Fenster und rauschendem, angenehm tropisch-warmem Fahrtwind. Doch es ist eben trocken. Hier und da tauchen kleinere Feuerchen am Rande des Gleisbetts auf. An einer Haltestelle beobachten wir einen Mann gar aktiv beim Zündeln. Aus welchem Grund er das tut, und wieso auch Passanten dies kommentarlos tolerieren, erschließt sich mir nicht vollständig.

Neben dem stehenden Zug zwei Schmalspur-Schienen. Dazwischen ein frisch gelegtes Feuer mit schwarzem Rauch. Neben dem Gleis stehen 6 Blumenkübel aus Ton.
Brandstiftung im Gleisbett.

Es gibt in Thailand zur Trockenzeit (zwischen Dezember und April) zwar eine sogenannte Brandsaison („Burning Season“), d.h. das vorsätzliche Anlegen von Feuer auf bewirtschafteten Feldern, um das Land für die nächste Ernte vorzubereiten und Asche als Düngemittel zu produzieren (Quelle: iqair.com).
Das scheint hier jedoch kaum der Grund zu sein. Offenbar ist es aber in Thailand nach wie vor nicht unüblich, Müll auf diese Weise zu „entsorgen“. Der dunkle Rauch, der zu uns in den Waggon herüberweht, macht diese Option nicht weniger bedrohlich. Ich schließe bis zur Weiterfahrt lieber das Fenster. Es sticht in der Lunge.

Zug der Todeseisenbahn fährt in eine Rechtskurve in grüner Landschaft. Vom Fenster aus Blick auf die Bunten Waggons.
Zwischen Feldern, Bananenhainen und anderem Grün.

Schließlich geht es auf den vorläufigen Endspurt, vorbei an weiteren Feldern, Kleinstädten, Bananenhainen und abnehmend ausgeprägter Hügellandschaft zurück zum zentralen Höhepunkt der Strecke: der Brücke am Kwai in Kanchanaburi. Die Brücke kündigt sich indirekt durch eine Verlangsamung der Fahrtgeschwindigkeit des Zuges an.
Meine Action Cam gibt den Geist auf – eigentlich nur der Akku. Hilft aber nix. Ich muss auf meine deutlich ältere Fotokamera zum Filmen in nicht mehr allzu zeitgemäßer Auflösung umsteigen.

Blick auf Schienenhöhe über die Brücke am Kwai. Im Hintergrund spazieren Touristen auf den Gleisen.
Spazieren auf Schienen – die Brücke am Kwai.

Die Brücke ist gut besucht. In Europa wohl kaum denkbar: Bis kurz vor Einfahrt des Zugs können die Menschen noch auf den Gleisen herumspazieren und Selfies schießen. Eine Lautsprecheransage kündigt den herannahenden Zug an. Die Schaulustigen versammeln sich in den kleinen Aussichtsbuchten. Der Zug rauscht mit nur wenigen Zentimeter Abstand an den Leuten vorbei – ohne Zaun oder andersartige Barriere. Gelebte Eigenverantwortung.

Ein Zug der Todeseisenbahn fährt über die Brücke am Kwai. Schaulustige stehen auf Aussichtsplattformen am Rand der Brücke. Fotografiert vom Kwai-Ufer aus.
Ein Zug der Death Railway fährt über die Brücke am Kwai.

Beim Überqueren des Zugs über die Brücke blicken alle aus den Fenstern und filmen und fotografieren die Tourist:innen auf der Brücke. Diese blicken auf den Zug und filmen die Toursist:innen im Zug. Ein Sehen und Gesehen werden. Filmen und Gefilmt Werden.

Nebenbei ist auch der Blick über den Fluss, also über den berühmten Kwai River, die Überfahrt wert. Und doch fokussiert sich in diesem Moment alles irgendwie auf die Brücke und den Zug. Auf die Todeseisenbahn, an ihrer prominentesten Stelle. Prominent wegen eines Films, in dem diese Brücke eigentlich gar nicht vorkommt.


4. Hellfire Pass

Die als Höllenfeuer-Pass (Hellfire Pass) bekannte und von den Japanern „Konyu Cutting“ genannte Passage durch das Tenasserim-Gebirge befindet sich in der Nähe des heutigen Endpunkts der Todeseisenbahn und ist im wahrsten Sinne deren dramatischer Höhepunkt.
Etwa 10 Kilometer hinter Nam Tok befindet sich dieser in seinem Namen gut repräsentierte Ort unmenschlicher Höllenqualen. Das hier verlaufende Eisenbahnbett bestand einst aus massivem Fels. Zur Arbeit gezwungene Kriegsgefangene (Prisoners of War, PoW) mussten mit wenig mehr als handwerklichem Gerät eine Schneise hier hindurchgraben.

Gedenkstätte zu Ehren von Sir Edward Weary Dunlop im Hellfire Pass. Eine Plakette mit Text im Fels der Passage. Davor liegt ein Holzpfahl mit rostigen Metall-Werkzeugen. Fahnen der Alliierten schmücken die Gedenkstätte.
Eine Gedenkstätte im Höllenfeuerpass zeigt das Werkzeug.

Meine Tour dorthin starte ich am frühen Morgen von meinem Hostel in Kanchanaburi. Anfahrt mit Taxi statt Zug. Da ohnehin Kanchanaburi der attraktivste Ort für den gesamten Aufenthalt in der Region ist und der Hellfire Pass auch ein gutes Stück von Nam Tok entfernt liegt, ist die Anfahrt im Auto die einfachste Option. Auf diese Weise habe ich auch genügend Zeit und Ruhe für das Museum, bevor ich mich zum Bahnhof Nam Tok bringen lasse, um von dort aus den Death Railway zurück nach Kanchanaburi zu nehmen.

Eine Strecke von 7 Kilometern des Gleisbetts wurden zum Gedenken an die PoW freigelegt und mit dem sehr eindringlichen, und vor allem informativen Museum versehen. Die Ausstellung im Hellfire Pass Memorial Museum (Hellfire Pass Interpretive Centre) erzählt die Geschichte der japanischen Expansion in Südostasien während des Zweiten Weltkriegs. Im Fokus steht natürlich der Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn und des Hellfire Pass. Es gibt einen gleichermaßen interessanten wie menschlich ernüchternden Film über die damaligen „Bauarbeiten“, inklusive Statements von Zeitzeugen.

Ein Baum steht in der Mitte des Pfads im Höllenfeuerpass, zwischen den massiven Felswänden.
Im Inneren des Höllenfeuerpasses, auch bekannt als Konyu Cutting.

Der eindrucksvollste Teil ist natürlich das Freilichtmuseum – der Pass selbst. Durch diesen nach dem vorher gesehenen und gelesenen zu laufen, ist beklemmend. Es ist heute heiß und trocken. Ich spaziere zwischen den massiven Felswänden durch einen Ort, in dem Menschen bei ähnlicher Hitze und bei tropischer Feuchtigkeit bis zu 18 Stunden am Tag Schwerstarbeit leisten mussten – mit primitivstem Werkzeug.

Nachts „sah es aus wie eine Szene aus Dantes Inferno“, erinnert sich ein Häftling. „Wenn man oben auf dem Abschnitt stand, sah man die brennenden Feuer im Abstand von etwa 6 Metern – man sah die Schatten der Japaner…, die sich mit Stöcken bewegten und Männer verprügelten… Man konnte die Gefangenen erkennen … sie schoben Steine umher, hämmerten und räumten. Es gab Schreie und Gebrüll. Und das ging die ganze Nacht so weiter.“ Aus diesem Grund nannten die Alliierten dieses Gebiet „Hellfire Pass“ – „Höllenfeuerpass“. Der nur wenige hundert Meter lange Pass steht sinnbildlich für die Brutalität und den Hunger, unter dem alle litten, die an der 415 Kilometer langen Burma-Thailand-Eisenbahn arbeiteten

Von einer der Infotafeln im Museum

Direkt hinter dem Pass befindet sich eine große Gedenkstätte für die Zwangsarbeiter aus Australien, den Niederlanden, Thailand, Großbritannien und den USA. Die im Museum gezählte Geschichte über die erlebten, alltäglichen Qualen während der Konstruktion der Thailand-Burma-Eisenbahn wirkt angesichts der hier eingravierten Jahreszahlen – 1942 – 1945 – umso erschreckender. Drei Jahre in der Hölle aus Arbeit, Hitze und Krankheit.

Schwarzes, pyramidenförmiges Denkmal mit Inschrift "1942 bis 1945" in einem kreisförmigen Steinbett. Dahinter die Flaggen von Australien, den Niederlanden, Thailand, Großbritannien und den USA.

Der Audioguide begleitet mich durch den Pfad und erzählt mir auch die Geschichte von Sir Ernest Edward „Weary“ Dunlop, australischer Arzt und Führungsperson. Durch seine medizinischen Fähigkeiten und seinen Mut in der Verhandlung mit den Japanern rettete er vielen anderen Kriegsgefangenen das Leben. Auch ihm zu Ehren wurde hier eine Gedenkstätte eingerichtet.

Hinter dem Memorial startet ein Wanderpfad, der ursprünglich nicht der Freizeit diente und auch ein Teil der Eisenbahnroute war. Wie auch weiter westlich wurden die Gleise hier nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt und verschrottet oder anderweitig genutzt. Der kurze Pfad ist ca. 1 km lang und du musst auch nicht weit wandern, um jenseits der historischen Aufarbeitung einen Blick auf die wunderschöne Landschaft zu werfen, durch welche die Todeseisenbahn einmal führte.

Wanderpfand entlang der ehemaligen Thailand-Burma-Eisenbahn. Der steinerne Pfad geht leicht bergab. Links trockene Pflanzen. Rechts graue Felsen.

Der Blick führt über das Tal des Kwai-Flusses (Khwae Noi Valley) in Richtung Myanmar. In dem Tal errichteten die japanischen Besatzer Lager, die der Versorgung der Arbeitslager, u.a. mit Lebensmitteln und Wasser dienten. Auch dieser Teil des Gefangenenalltags war von harter Arbeit geprägt. Erschwert durch die eingeschränkte Verfügbarkeit trinkbaren Wassers, das wegen der hohen Kontaminationsgefahr – etwa mit Cholera-Bakterien – stets abgekocht werden musste.

Blick über das Tal des Kwai. Im Hintergrund das Hügelland. Im Vordergrund grüne Pflanzen. Dazwischen flaches, trockenes Land.
Tal des Kwai.

Fazit

Eine Fahrt mit der Todeseisenbahn und der Besuch des Hellfire Pass ist nicht nur eine spannende Erfahrung für Zugreise-Fans und Historiker. Auch Reisenden, die Thailand von einer „anderen Seite“ erleben möchten, ist diese Tour angeraten. Die Zugfahrt und das gesamte Drumherum sind natürlich komplett auf den Tourismus ausgelegt. Allerdings ist es weder im Zug noch im Museum überfüllt, und die gesamte Unternehmung ist sehr entspannt. Angesichts der düsteren Geschichte der Eisenbahnstrecke ist dieser Ausflug aber auch keine reine Spaßveranstaltung. Lehrreich, spannend und irgendwie ambivalent.

Infos zum Hellfire Pass Memorial Museum

  • Eintritt: frei (Spenden willkommen)
  • Öffnungszeiten: 9:00 – 16:00 (täglich geöffnet)
  • Audioguide: Die Audioguide-Geräte sind für Besucher kostenlos, mit einer Kaution von 200 Baht pro Gerät. Sprachen: Thailändisch, Englisch, Japanisch und Deutsch
  • Tipp: besonders für eine längere Wanderung durch den Hellfire Pass solltest du genug Wasser, Sonnenschutz und Moskito-Schutz mitbringen. Und besser festes Schuhwerk als Flip Flops!

Wie komme ich zum Hellfire Pass?

Taxi: am besten mietest du dir in Kanchanaburi ein Taxi für einen halben Tag, um von dort zum Hellfire Pass/Nam Tok zu fahren. Im Hostel/Hotel wird man dir gerne bei der Vermittlung weiterhelfen. Diese Variante ist jedoch etwas kostspieliger, und du musst mit 40-50 € (Stand: 2020) rechnen. Du kannst dich z.B. auch nach dem Besuch im Hellfire Pass zum Bahnhof Nam Tok bringen lassen, und den Rückweg mit dem Zug (100 Baht = 2,70 €) antreten.

Zug: Du kannst auch mit der Todeseisenbahn nach Nam Tok fahren (100 Baht = 2,70 €) und dort ein Tuk-Tuk, Taxi oder Songthaew zum Höllenfeuerpass nehmen. Das kostet dann etwa 300-500 Baht (ca. 8-13 €), je nach Ihrem Verhandlungsgeschick.

Zug-Nummer260258486
 Nam Tok 05:2012:5515:30
 Wang Pho05:4613:2315:58
 Thamkrasae Bridge05:5713:3616:10
 River Kwae Bridge07:1214:4017:31
 Kanchanaburi 07:1714:4517:37
 Kanchanaburi – Abfahrt07:1914:4817:41
 Nong Pladuk 08:3116:0118:50
 Nakhon Pathom 09:1916:35
 Bangkok Thonburi 10:2517:40

Zug-Nummer485257259
 Bangkok Thonburi 07:5013:55
 Nakhon Pathom 09:0215:03
 Nong Pladuk 04:3509:2215:22
 Kanchanaburi 05:5210:2516:24
 Kanchanaburi Abfahrt06:0710:3516:26
 River Kwae Bridge06:1510:4416:33
 Thamkrasae Bridge07:3811:5317:51
 Wang Pho07:4912:0618:01
 Nam Tok 08:2012:3018:3

Weitere Quellen

  • Ein interessanter Blog-Artikel zur Brandsaison in Thailand auf nestingnomads.de
  • Offizielle Seite des Hellfire Pass Memorial Museums: dva.gov.au

Hinweis: Alle in diesem Artikel beschriebenen Reisen wurden privat finanziert. Ich erhalte keine finanziellen Zuwendungen von in diesem Artikel genannten Unternehmen oder anderen Organisationen.

Beitrag erstellt 44

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner