Fähre von Bari nach Bar: Über die Adria von Italien nach Montenegro

Fähre von Bari nach Bar. Bug der Fähre ragt vorne ins Bild. Im Hintergrund Gebirge im Sonnenaufgang. Davor der Hafen. Etwas bewölkter Himmel.

Warum nach Bar reisen?

Vielen mag die montenegrinische Küstenstadt Bar kein Begriff sein. Die ganz großen Sehenswürdigkeiten sind dort auch nicht zu finden – gerade im Vergleich zu den vielen anderen spannenden Orten in dem kleinen Gebirgsland Montenegro.

Jedoch ist Bar eine wichtige Handels- und Hafenstadt an der Adria, was den jugoslawischen Regierungschef Tito einst dazu veranlasste, die legendäre Eisenbahnstrecke Belgrad-Bar – auch Tito-Bahn – bauen zu lassen, um die Hauptstadt und Industriezentren mit dem Mittelmeer zu verbinden. Die Tito-Bahn wurde 1976 fertiggestellt, und Bar ist nunmehr für jeden Eisenbahnfan ein Begriff.

Mit der Fähre von Bari nach Bar

Vom Mittelmeer aus ist Bar das Tor nach Montenegro – gerade für Tourist:innen und Backpacker, die gerne zu Wasser reisen. Mit der Fähre. Regulär verkehrende Personenfähren fahren aktuell zwischen Bar und dem Fast-Namensvetter Bari, in Süditalien. Die Route Bari – Bar über die Adria. Früher gab es zudem Verbindungen zwischen Ancona (Italien) und Bar. Diese Linie scheint jedoch aktuell (Oktober 2022) eingestellt zu sein.

Für mich ist die Fährüberfahrt Teil einer längeren Reise, ausgehend von einer Zugreise über Venedig nach Bari. Die wunderschöne Stadt im Stiefelabsatz Italiens ist für sich schon den weiten Weg wert. Für alle Abenteuerlustigen bietet vor allem der Hafen jede Menge Möglichkeiten zur Weiterreise. Unterschiedliche Reedereien bedienen Routen Richtung Kroatien, Albanien, Griechenland, und eben Montenegro.

Hafen von Bari. Rechts ein kleines Modell eines rot-weiß gestreiften Leuchtturms. Links das Eingangstor. Im Vordergrund eine Ampel.
Eingangstor zum Hafen von Bari – hier legt die Fähre nach Bar ab.

Wie komme ich mit der Fähre von Bari nach Bar?

Die Strecke Bari – Bar wird von der kroatischen Reederei „Jadrolinija“ bedient. Einmal die Woche, jeden Dienstag Abend um 21:00 legt die Fähre in Bari ab und erreicht Bar am nächsten Morgen um 8:00. Tickets können vorher online auf der Seite des Anbieters oder auf einer der einschlägigen Buchungsportale für Fähren gebucht werden.
Ich persönlich würde tendenziell empfehlen, Fährtickets direkt bei den Reedereien zu buchen, habe bislang selbst aber auch noch keine schlechten Erfahrungen mit Agenturen gemacht.

Es gibt nun verschiedene Optionen, die du buchen kannst, und die sich auch merklich auf den Preis auswirken. Zunächst handelt es sich um eine Autofähre. Das heißt, man kann mit Auto, Motorrad, Fahrrad oder auch Wohnmobil an Bord gehen.

Buchung von Kabinen

Grundsätzlich kannst du dir einen Schlafsessel oder eine private Kabine buchen, was bei einer Übernachtfahrt durchaus sinnvoll ist. Aber es gibt auch Tickets ohne Reservierung – und du reist als „Deckpassagier“. Die Kabinen mit Fenster (Außen) sind unwesentlich teurer als die Innenkabinen und sind mit Toilette und Dusche ausgestattet. In den Tabellen angegebene Preise entsprechen ungefähr den aktuellen Angaben auf den Buchungsseiten und sollen dir nur der Orientierung dienen.
Es gibt auch noch weitere Optionen zur Ausstattung sowie Kabinengrößen bis zu 4 Personen, die ich hier nicht im Einzelnen aufliste. Grundsätzlich aber reduziert sich mit der Personenzahl der Preis pro Person.


Von Bari 🇮🇹 nach Bar 🇲🇪 (Stand: Oktober 2022)

Abfahrt in BARI
(Italien)
Ankunft in BAR
(Montenegro)
FrequenzReederei SchiffsnamePreis
Schlafsessel
(pro Person)
Preis
1-Bett-Kabine
(pro Person)
Preis
2-Bett-Kabine
(pro 2 Pers.)
 21:0008:00 (+1)1x wöchentlich
(Dienstag)
JadrolinijaDubrovnikca. 90 €ca. 160 € (Innen)
ca. 170 € (Außen)
ca. 250 € (Innen)
ca. 270 € (Außen)

Von Bar 🇲🇪 nach Bari 🇮🇹 (Stand: Oktober 2022)

Abfahrt in BAR
(Montenegro)
Ankunft
in BARI
(Italien)
FrequenzReederei SchiffsnamePreis
Schlafsessel
(pro Person)
Preis
1-Bett-Kabine
(pro Person)
Preis
2-Bett-Kabine
(pro 2 Pers.)
 21:0008:00 (+1)1x wöchentlich
(Mittwoch)
JadrolinijaDubrovnikca. 90 €ca. 160 € (Innen)
ca. 170 € (Außen)
ca. 250 € (Innen)
ca. 270 € (Außen)

Am Hafen von Bari: Wie komme ich zum richtigen Ticketschalter?

Wenn du dein Ticket online gebucht und per E-Mail auf dein Smartphone geschickt bekommen hast, lauert die große Herausforderung am Hafen von Bari. Hier musst du dir nun nämlich eine Bordkarte ausstellen lassen. Eigentlich ist es ganz einfach, man muss es eben nur wissen und rechtzeitig – ca. 3 Stunden vor Abfahrt – am Hafen auftauchen. Denn wichtig zu beachten ist die Lokalisation der Ticketschalter am Hafen von Bari.


Direkt im Terminal, am Anleger der Fähre, ist leider nicht viel zu holen. Das Ticket Office (oder Kartenschalter) befindet sich in einem anderen Hafenabschnitt, der ca. 2 km (nördlich) vom Terminal entfernt liegt. Aber kein Problem: Um dorthin zu gelangen, kannst du kostenfrei den Shuttle-Bus nehmen, der alle 10-15 Minuten vor dem Terminal abfährt und dich direkt vor den Schalter bringt. Und umgekehrt.

Shuttle-Bus am Hafen von Bari. Weißer Mini-Bus mit Anzeige "Stazione Mari".
Shuttle-Bus: Vom Terminal zum Ticket Office.

Die Fahrt dauert nur wenige Minuten, und die Kartenschalter sind nicht zu übersehen. Das Ganze sieht ein wenig improvisiert aus, funktioniert aber alles professionell und sicher. Über den Schaltern hängen Schilder der jeweils bedienenden Fähr-Gesellschaften. Auch über dem Schalter der Jadrolinija. Das E-Ticket oder der Ausdruck deines Tickets dient dort dann quasi als Voucher, zusammen mit dem Ausweisdokument (Personalausweis/ Reisepass).

Nummerierte Reihe von Schaltern unter Überdachung. Einige Leute stehen bei Jadrolinija an.
Ticketschalter im nördlichen Hafen von Bari.

Du bekommst dann eine klassische, zusammengetackerte Fahrkarte mit Kabinen-Reservierung ausgedruckt. Damit geht es dann im Shuttle-Bus wieder zurück zum Terminal. Es kann allerdings auch mal etwas dauern, bis der Bus wieder eintrifft. Ich habe den Eindruck, dass mit der Abfahrt gewartet wird, bis genug Passagiere im Bus sind.
Also, kein Grund zur Sorge, falls es etwas länger dauert. Alternativ kannst du auch in 20-30 Minuten zu Fuß vom Ticket Office zum Terminal laufen. Ich habe einen ungeduldigen Reisegenossen diese Entscheidung treffen sehen. Zwar haben wir ihn im verspäteten Bus dann wieder überholt, aber rechtzeitig zur Abfahrt am Terminal schaffte auch er es.

Nahaufnahme von Jadrolinija-Bordkarte.
Frisch ausgestellte Bordkarte in feinstem Kroatisch. „Ukrčajna Karta“.

Mit dem Ticket in der Tasche (oder Hand) geht es also ins Terminal der Jadrolinija-Fähren. Bis zum Boarding kann man es sich im Wartesaal gemütlich machen und schonmal den Ausweis bereithalten. Da auf dieser Reise nach Montenegro EU und Schengenraum verlassen werden, gibt es eine (schnelle) Passkontrolle. Dann: Ticket bereits halten, raus an den Anleger, Selfie vor dem Schiff, Ticket-Kontrolle und ab auf die Fähre. Boarding ist ca. 1 Stunde vor Abfahrt.

Ich mit pinker Maske beim Selfie vor der Fähre "Dubrovnik" am Hafen von Bari.
Ohne Selfie geh‘ ich nich‘ an Bord.

Video: Mit der Fähre von Bari nach Bar

An Bord der Fähre

Die Fähre mit dem Namen „Dubrovnik“ ist ein mehrstöckiges Schiff, das du zunächst über die Auto-Zufahrt betrittst, um dann über die Treppen den Innenraum aufzusuchen. Wer eine Kabine gebucht hat, bekommt an der Rezeption seinen Zimmerschlüssel ausgehändigt.
Da es sich um eine kroatische Reederei mit kroatischem (vllt. auch montenegrinischem) Personal handelt, ist Serbokroatisch die bevorzugte Sprache. Aber mit Englisch kommt man auch durch. Die Kajüten sind nummeriert und entsprechend ausgeschildert. Dort finde ich nicht mehr oder weniger vor, als ich benötige. Es gibt zwei schmale Betten und ein kleines Duschbad mit Toilette. Alles sauber und funktionstüchtig. Doch ich halte mich vor dem Schlafen lieber draußen auf.

Nachtaufnahme von Bari, von der Fähre aus. Blick über das Terminal. Einige Laternen leuchten. Im Hintergrund der Kirchturm der Kirche San Sabino.
Das Terminal vom Schiff aus. Kurz vor Abfahrt um 21:00.

Zwischen Boarding und Abfahrt ist etwa eine Stunde Zeit. Diese Zeit sollte genutzt werden, um auf dem Promenadendeck die letzten Sonnenstrahlen hinter dem Horizont der Adria verschwinden zu sehen. Auch um einen letzten Blick auf die Altstadt von Bari zu werfen und den großen Leuchtturm von Bari, Punta San Cataldo, in Aktion zu sehen. Der 1869 erbaute und 1878 in Betrieb genommene Leuchtturm gehört mit seinen 66 Metern Höhe zu den größeren seiner Zunft in Italien und hört auch auf den bezeichnenden Namen Bari Light. Dessen periodische Lichtblitze begleiten die Sonne in ihre Nachtruhe. Am Bug-Ende des Promenadendecks kommen einige Schaulustige zusammen, um sich diesen Ausblick mit mir zu teilen.

Blick über den Hafen von Bari im Dunkeln. Links ragt der Bug eines anderen Schiffes ins Bild. Rechts hinten der Leuchtturm "Bari Light" vor dem bewölkten Sonnenuntergang.
Bari Light trotzt dem (oder begrüßt den) Sonnenuntergang.

Kurz vor 21:00 versammelt sich allmählich ein Matrosenteam an den Tauen, um das Schiff vom Hafen zu lösen. Die Mannschaft trägt klassische Uniform – Querstreifen. Nur die Mützen der alten Schule sind offenbar nicht mehr en vogue. Jedenfalls nicht auf der „Dubrovnik“. Im Team finden sich Kamerad:innen unterschiedlicher Generationen. Der mutmaßliche Teamleiter ist anhand seiner Position(ierung) leicht identifiziert – glaube ich. Wenn die Leinen schließlich los sind, nimmt auch das Schiff rasch an Fahrt auf. Am Bari Light vorbei in die Dunkelheit. Durch die Nacht und über die Adria. Einige jüngere Leute scheinen es sich hier auf dem Außendeck für die Nacht bequem zu machen. Vielleicht Budget-Traveller, ohne Kabinen-Ticket…? Einige andere suchen noch nach etwas Unterhaltung.

Blick nach unten zu der Matrosenmannschaft an den Tauen. Die Taue liegen in großen, weißen Metallkörben. Links sitzt der älteste Matrose an der Reling. Die anderen drei sehen in seine Richtung.
Ein Team von Matrosen und Matros:innen wartet auf das Signal „Leinen los!“

Denn auf dem Schiff gibt es einiges an Entertainment: Restaurant, Bistro, Shop und Außenbar. Nicht alles hat lange geöffnet. Auf die Bar ist jedoch Verlass, und sie erfreut sich großer Beleibtheit. Sie befindet sich am Heck des Promenadendecks und schenkt slowenisches Bier und allerhand weitere alkoholische und nicht-alkoholische Genussmittel aus. Dort stehen auch einige Tische – mit toller Aussicht auf die Altstadt Baris vor und während der Abfahrt. Um dir einen Platz zu sichern, solltest du jedoch einigermaßen schnell an Bord sein. Und auch nicht allzu spät in der Koje verschwinden. Denn Ankunft in Bar ist bereits um 8:00 in der Früh. Und die Einfahrt in den Hafen willst du dir sicher nicht entgehen lassen.

Einfahrt im Hafen von Bar in Montenegro. Blick über den Hafen vom Schiff aus. Der Bug ragt ins Bild. Hinten die Gebirge vor bewölktem Morgenhimmel. Links ragt eine schmale Mole ins Hafenwasser.
Zum Sonnenaufgang in den Hafen von Bar.

Ich selbst bin ein wenig zu spät dran, um das gebirgige Panorama der herannahenden Küste Montenegros aus der Ferne zu sehen – und doch noch rechtzeitig für die Nahbetrachtung. Im August steht die Sonne um diese Zeit hinter der vordersten Gebirgsfront der Dinariden. Der bis über 1500 Meter in die Höhe ragende Rumija-Gebirgszug scheint den Sonnenaufgang angenehm in die Länge zu ziehen. Auch am Hafen von Bar scheint man langsam zu erwachen.

Yachten liegen im Hafen von Bar. Im Hintergrund die küstennahen Gebirgsketten der Dinarischen Alpen.
Hafen vor mächtiger Kulisse.

Um Punkt 8:00 regt sich etwas auf einem nebenan geankerten, vermeintlichen Marineschiff. Offenbar liegt an diesem Tag tatsächlich das Segelschulschiff Jadran der montenegrinischen Marine im Hafen. Musik wird gespielt – vielleicht etwas traditionell militärisches, vielleicht die Nationalhymne. Der mutmaßliche Oberoffizier ruft die Mannschaft zum Stillstehen. Es wird salutiert. Morgenroutine. Für uns ist derweil Zeit, von Bord zu gehen.

Autos verlassen die Fähre "Dubrovnik" am Heck.
Allemann von Bord. Am Hafen von Bar.

Der Weg führt nun zunächst durch die Passkontrolle. Ein relativ schnelles Prozedere – dauert alles nicht mehr als 10 Minuten. Die wirklich freundliche Begrüßung wartet am Ausgang des Hafengeländes. Die knallrote Flagge des Landes mit ihrem gekrönten Doppeladler und dem stolzen Löwen-Wappen begrüßt die Besuchenden: Crna Gora (Montenegro) – Dobrodošli (Willkommen).

Dahinter warten schon vereinzelte Taxifahrer, die den eintreffenden Tourist:innen ihre mehr oder weniger günstigen Fahrten anbieten. Der erste erwartet 40 € für eine Fahrt ins nahe gelegene (ca. 40 km) Budva, der nächste 30 €. Am Ende entscheide ich mich ohnehin für den deutlich günstigeren und gleichfalls zuverlässigen Bus. Willkommen auf dem Balkan. Dobrodošli na Balkan!

Großes rotes Straßenschild der roten montenigrinischen Flagge mit der Aufschrift "Crna Gora, Montenegro, Dobrodosli, Welcome".
Dobrodošli u Crnu Goru. Herzlich willkommen in Montenegro.

Karte zur Reise Bari – Bar

Fazit

Die Überfahrt auf der Fähre von Bari nach Bar ist eine tolle Gelegenheit, eine Backpacker/Flashpacker-Tour oder Mittelmeer-Reise mit einer frischen Prise Hochseeluft anzureichern. Die Atmosphäre vor Abfahrt am Hafen von Bari, mit dem Blick auf den blitzenden Leuchtturm ist einmalig. Du kannst der Matrosen-Crew bei der traditionellen Arbeit zusehen und an Deck die Ruhe der Nacht und der See genießen. Die Kabinen sind bequem und – jedenfalls bei meiner Fahrt – schaukelt es auch nicht allzu sehr. Am Morgen begrüßen dich die Berge Montenegros zum Sonnenaufgang. Eine tolle Reise. Und vielleicht auch Ausgangspunkt für eine Reise mit der Tito-Bahn…?

Die Tickets sind unkompliziert online (u.a. bei der Reederei „Jadrolinija“) zu erwerben, die Abholung der Bordkarten ist zwar etwas umständlich, aber eigentlich – wenn man den Weg kennt – auch ganz entspannt. Das gesamte Prozedere ist weniger aufwendig als etwa eine Flugreise, und bietet natürlich deutlich mehr Komfort und Eindrücke.

Allerdings ist das Ganze – je nach Reisebudget – nicht so ganz billig. Jedenfalls, wenn man sich den Komfort einer Kabine gönnen möchte. Als „Deckpassagier“ kannst du jedoch bereits ab 70 € mitreisen und sparst dir natürlich eine Nacht im Hostel/Hotel. Bei den Kabinen reduziert sich der Preis mit der Anzahl an Personen. Eine 4-er-Kabine kostet dann nur noch ca. 110 € pro Person.

Wenn es dich also mal nach Bari verschlägt, und du Montenegro erkunden möchtest, möchte ich dir diese Fährüberfahrt Bari – Bar unbedingt ans Herz legen.

Blick über ein Außendeck der Fähre gegen den Sonnenuntergang. Links ist der Schornstein eines anderen Schiffes zu sehen.

Trivia – Warum die Namen Bari und Bar?

Ist es Zufall, dass diese beiden Städten an der Adria-Küste fast denselben Namen tragen? Eine montenegrinische Kopie des italienischen Originals, oder umgekehrt?

Bari verdankt seinen Namen vermutlich seiner ursprünglichen Bezeichnung durch die alten Griechen, die diesen Ort Barion nannten. Je nach Quelle kann der Name auch auf das illyrische Barë zurückzuführen sein, der dementsprechend sogar auf die Zeit vor der griechischen Vorherrschaft zurückzuführen wäre. Der altgriechische Begriff „Barion“ bedeutet „schwer“. In Albanisch (vermutlich der engsten Verwandten der Illyrischen Sprache) heißt Barë „nackt“. Hmm…

Ich favorisiere die Version, demnach Bari zwischen 1600 und 1100 v. Chr. von den Illyrern gegründet und nach dem Führer „Barione“ benannt wurde. Allerdings bin ich mit der Glaubwürdigkeit meiner Recherche-Ergebnisse nicht zu 100 % zufrieden.

Unabhängig von der Herkunft des Namens Baris erhielt das montenegrinische Bar seinen Namen Antibarum (slawisch: Bar) von den damals (9. Jahrhundert n. Chr.) dort herrschenden Römern. Ein ganz offensichtlicher Verweis auf die geografische Lokalisation Bars: direkt gegenüber von Bari. Heißt es jedenfalls in einigen Quellen. Zumindest die römische Namensherkunft selbst scheint auch in wissenschaftlichen Kreisen kommuniziert zu werden (Quelle: American Journal of Tourism Management).

Reisetipps

  • Wann muss ich am Hafen von Bari sein?
    Mindestens 3 Stunden vor Abfahrt. Zwischen dem Terminal (nahe der Altstadt) und dem Ticketschalter fährt ein Shuttle-Bus. Boarding-Zeit ist ca. 1 Stunde vor Abfahrt.
  • Brauche ich besondere Kleidung für die Überfahrt?
    Im Sommer ist es naturgemäß ziemlich warm. Aber nachts an Deck wird es schon etwas frischer. Daher empfehle ich, einen Windbreaker oder Kapuzenpulli einzupacken. In der Kabine war es dagegen warm.
  • Sollte ich Verpflegung mitbringen?
    Es gibt an Bord der „Dubrovnik“ ein Restaurant, Bistro und eine Bar. Allerdings eben zu den üblichen Preisen (z.B. 0,5L Bier: 4 €). Budget-Reisenden würde ich daher empfehlen, sich vielleicht mit dem Nötigen einzudecken, und lieber in ein günstiges Frühstück in einem Café am Hafen von Bar zu investieren. Letztlich ist es ja nur eine Nachtfahrt.
  • Werde ich auf der Fähre seekrank?
    Das kann man natürlich nie sicher ausschließen. Immerhin: während meiner Reise war die Adria ziemlich ruhig und entspannt. Bisweilen kann es aber z.B. zu den Bora-Winden kommen. Wenn du empfindlich für Wellengang bist: am besten vorher nach der Wettervorhersage schauen und eine Innenkabine buchen.
  • Brauche ich ein Visum für Montenegro?
    Nein. Für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen benötigen EU-Bürger:innen kein Visum für Montenegro.

Weitere Quellen

Hinweis: Alle in diesem Artikel beschriebenen Reisen wurden privat finanziert. Ich erhalte keine finanziellen Zuwendungen von in diesem Artikel genannten Unternehmen oder anderen Organisationen.

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